Satzung des Fördervereins Schloss Schwarzburg

§1    Name, Sitz und Geschäftsjahr

  1. Der Verein wurde am 04.03.1996 gegründet und führt den Namen „Förderverein Schloss Schwarzburg e.V.“. Er ist beim Amtsgericht Rudolstadt in das Vereinsregister unter der laufenden Nummer VR 382 eingetragen.
  2. Der Sitz des Vereins ist Schwarzburg / Thüringen, die Geschäftsstelle ist Schloss Schwarzburg.
  3. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr

§2     Gemeinnützigkeit

  1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabeordnung.
  2. Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht  in erster Linie eigenwirtschaftliche Ziele.
  3. Alle Vereinsämter werden ehrenamtlich ausgeführt. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins in ihrer Eigenschaft als Mitglied.
  4. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden.

§3    Zweck

  1. Der Verein hat die Rettung und den Erhalt sowie die dem Kulturdenkmal entsprechende Nutzung  des Schlosses Schwarzburg zum Ziel.

§4    Aufgaben

  1. Daraus ergeben sich folgende Aufgaben:
    1. Die Förderung der denkmalgerechten  Instandsetzung und Erhaltung  von Schloss Schwarzburg und des Schlosskomplexes,
    2. die Trägerschaft über die Museen Schloss Schwarzburg,
    3. die Förderung, Beratung und Unterstützung der Museen durch Beiräte,
    4. die Installation zweckdienlicher Geschäftsbereiche,
    5. die Förderung der Geschichts- und Heimatforschung, die Gestaltung der Öffentlichkeitsarbeit und Publikationstätigkeit,
    6. die Spendenakquisition,
    7. die Beantragung von Fördergeldern und anderen Zuwendungen,
    8. der Einsatz der Mittel des Vereins im Sinne der satzungsgemäßen Ziele und bei Spenden mit Zweckbestimmung gemäß dem Spenderwillen,
    9. die Entscheidung über den Einsatz nicht zweckgebundener Zuwendungen zur Verwirklichung der Vereinsziele

§5    Mitgliedschaft

  1. Der Verein besteht aus:
    1. Mitgliedern
    2. Fördernden Mitgliedern,
    3. Ehrenmitgliedern
  2. Die Mitglieder des Vereins können natürliche und juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts sein.
  3. Der Antrag auf Aufnahme ist schriftlich mittels Aufnahmeantrag an die Geschäftsstelle des Vereins zu richten. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand.
  4. Die Pflichten der Mitglieder sind:
    1. sich für die Verwirklichung der Ziele und Aufgaben dieser Satzung einzusetzen,
    2. ihren Jahresbeitrag zu entrichten, dessen Höhe durch die Mitgliederversammlung  festgesetzt wird. Der Beitrag ist bis zum 30.06.des laufenden Geschäftsjahres fällig. Ehrenmitglieder sind von dieser Pflicht befreit.
  5. Die Mitglieder erhalten:
    1. Einen Mitgliedsausweis, der zum kostenlosen Eintritt in die Museen auf Schloss Schwarzburg berechtigt,
    2. Einladungen zu Ausstellungen und Veranstaltungen,
    3. Informationen zu geplanten Vorhaben des Vereins.
  6. Die Mitgliedschaft endet:
    1. mit dem Tod oder Auflösung der juristischen Gesellschaft,
    2. durch freiwilligen Austritt in Form einer schriftlichen Erklärung,
    3. durch Ausschluss aus dem Verein  bei satzungswidrigem Verhalten, worüber die Mitgliederversammlung entscheidet,
    4. bei Ausbleiben des Jahresbeitrages trotz Zahlungserinnerung, 1. Mahnung und 2. Mahnung mit Fristsetzung.

§6    Organe des Vereins

  1. Die Organe des Vereins sind:
    1. die Mitgliederversammlung,
    2. der Vorstand,
    3. die besonderen Vertreter
    4. die Beiräte

§7    Mitgliederversammlung

  1. Die Mitgliederversammlung ist vom Vorstand nach Ablauf des Geschäftsjahres, mindestens 4 Wochen vor dem angesetzten Termin, schriftlich einzuberufen. Auf Antrag des Vorstandes, einer der Beiräte oder von mindestens einem Drittel der Mitglieder ist eine außerordentliche Mitgliederversammlung bei Bedarf einzuberufen.
  2. Die Mitgliederversammlung ist nicht öffentlich. Es können Gäste geladen werden.
  3. Die Aufgaben der Mitgliederversammlung sind:
    1. die Beratung und die Beschlussfassung  über die Angelegenheiten des Vereins, soweit ihre Erledigung nicht dem Vorstand, den Beiräten oder den besonderen Vertretern zustehen,
    2. die Mitwirkung an der inhaltlichen Gestaltung des Vereinslebens,
    3. die Wahl und Entlastung des Vorstandes,
    4. die Wahl und die Entlastung von zwei Kassenprüfern,
    5. die Entgegennahme des Arbeitsberichtes und des Haushaltplanes des Vereins sowie die Information zur Arbeit der Beiräte und der besonderen Vertreter,
    6. die Festsetzung der Jahresbeiträge,
    7. die Änderung der Satzung und die Auflösung des Vereins,
    8. die Bestätigung der vom Vorstand vorgeschlagenen Ehrenmitglieder,
    9. die Entscheidung über den Ausschluss von Mitgliedern bei satzungswidrigem Verhalten
  4. Die Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden Mitglieder beschlussfähig. Sie beschließt mit einfacher Stimmenmehrheit. Die Beschlussfassung zur Änderung der Satzung und zur Auflösung des Vereins erfordert eine Mehrheit von drei Vierteln der erschienenen Mitglieder.

    Jedes Mitglied hat eine Stimme  
                                                      
  5. Die Mitgliederversammlung entscheidet über die Verwendung des erwirtschafteten Überschusses.
  6. Zu jeder Mitgliederversammlung ist vom Schriftführer oder einem Vertreter ein Protokoll anzufertigen. Dieses Protokoll wird vom Vorstandsvorsitzenden, dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden und dem Schriftführer unterzeichnet.

§8    Vorstand

  1. Der Vorstand umfasst zehn Mitglieder:
    1. der Vorstandsvorsitzende,
    2. der stellvertretende Vorsitzende,
    3. der Schatzmeister und sein Stellvertreter
    4. der Schriftführer und sein stellvertreter,
    5. vier weitere Mitglieder
  2. Die Wahl des Vorstandes erfolgt durch die Mitgliederversammlung schriftlich und geheim. Der Vorstand wird für jeweils zwei Jahre gewählt.
  3. Scheidet ein Mitglied aus, so tritt in den Vorstand für die restliche Amtszeit der Nachfolgekandidat ein.
  4. Maximal drei Mitglieder des Vorstands dürfen zeitgleich in einem der Geschäftsbereiche des Vereins hauptberuflich tätig sein.
  5. Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich im Sinne des § 26 BGB durch den Vorstandsvorsitzenden  oder den 2. Vorsitzenden oder den Schatzmeister vertreten. Bei Rechtsstreitigkeiten ist das Amtsgericht Rudolstadt zuständig.
  6. Der Vorstand hat folgende Aufgaben:
    1. die Vorbereitung der Mitgliederversammlung,
    2. die Aufstellung eines Haushalts- und Arbeitsplanes für jedes Geschäftsjahr sowie die Erarbeitung eines Rechenschaftsberichtes,
    3. die inhaltliche und organisatorische Gestaltung des Vereinslebens nach den Vorschlägen der Mitgliederversammlung,
    4. die Genehmigung der Haushaltspläne und der Erlass der Geschäftsordnungen für die einzelnen Geschäftsbereiche,
    5. die Entgegennahme der Jahresberichte der Beiräte und der besonderen Vertreter,
    6. die Berufung und Abberufung der Mitglieder der Beiräte, die enge Zusammenarbeit mit den Beiräten und den besonderen Vertretern,
    7. die Entlastung besonderer Vertreter,
    8. die Unterbreitung von Vorschlägen für die Ernennung von Ehrenmitgliedern.
  7. Die in den Vorstand gewählten Mitglieder, die hauptberuflich in einem  Geschäftsbereich tätig sind, haben bei Beschlüssen, die ihre eigenen Angelegenheiten betreffen, kein Stimmrecht. Die Beschlüsse des Vorstands werden mit einfacher Mehrheit der jeweils Stimmberechtigten gefasst und protokolliert. Im Falle der Stimmgleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.

§ 9    Beiräte

  1. Den Beiräten obliegt die Beratung des Vorstandes, die Förderung und kritische Begutachtung der wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Projekte sowie der Vorhaben des Museums.
  2. Die Mitglieder der Beiräte werden vom Vorstand berufen und abberufen. Vereinsmitglieder können entsprechende Vorschläge an den Vorstand richten. Die einzelnen Beiräte sollen in der Regel nicht mehr als 10 Mitglieder haben.
  3. Die Mitglieder der Beiräte müssen nicht Mitglieder des Vereins sein.
  4. Die Beiräte wählen aus ihrer Mitte den Vorsitzenden des Beirats.
  5. Zu den Beiratssitzungen sind der Vorstandsvorsitzende bzw. sein Stellvertreter einzuladen.
  6. Die Empfehlungen der  Beiräte werden nach dem Konsensprinzip gefasst und protokolliert und dem Vorstand vorgelegt. Der Vorstand fasst entsprechende Beschlüsse.

§10    Besondere Vertreter

  1. Für bestimmte Geschäftsbereiche können besondere Vertreter durch den Vorstand bestellt werden, die nicht Mitglied des Vorstands, jedoch Mitglied des Vereins sein müssen.
  2. Die Vertretungsmacht eines besonderen Vertreters erstreckt sich auf alle Rechtsgeschäfte, die der ihm zugewiesene Geschäftskreis gewöhnlich mit sich bringt. Die Vertretungsmacht wird durch den Vorstand festgelegt.
  3. Die Grundlage der Arbeit der besonderen Vertreter bildet eine Geschäftsordnung.
  4. Die Prüfung der einzelnen Geschäftsbereiche erfolgt durch die staatlichen und kommunalen Kontrollorgane und die des Vereins.

§11    Auflösung des Vereins

  1. Die Auflösung des Vereins kann nur von einer zu diesem Zweck einberufenen Mitgliederversammlung beschlossen werden.
  2. Bei der Auflösung des Vereins oder Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das gesamte Vermögen der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten zu, mit der Zweckbindung die Mittel zur Fortführung der Ziele des Vereins zur Rettung und Erhalt von Schloss Schwarzburg einzusetzen. Beschlüsse über die künftige Verwendung des Vermögens dürfen jedoch erst nach Einwilligung des Finanzamtes ausgeführt werden.

Diese Satzung wurde auf der Grundlage der beschlossenen Satzung vom 04.03.1996 erarbeitet und am 09.03.2001 durch die Mitgliederversammlung beschlossen.